Detritus

Detritus

Detritus bezeichnet abgestorbenes und sich zersetzendes organisches Material in einem Gewässer. Dazu gehören beispielsweise abgestorbene Pflanzenteile, Laub, Algenreste, tote Kleinstlebewesen sowie Ausscheidungen von Tieren. Besonders am Gewässergrund kann sich Detritus ansammeln und dort einen wichtigen Bestandteil des aquatischen Ökosystems bilden.

Wie entsteht Detritus?

Organisches Material gelangt auf unterschiedliche Weise ins Wasser. Blätter und Äste fallen von Uferpflanzen ins Gewässer, Wasserpflanzen und Algen sterben ab und Tiere hinterlassen Ausscheidungen oder verenden.

Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen beginnen anschließend mit der Zersetzung dieses Materials. Dabei wird Detritus zunehmend in kleinere Bestandteile zerlegt und von zahlreichen Kleinstlebewesen besiedelt.

Besonders häufig findet man größere Detritusmengen in:

Bedeutung von Detritus im Gewässer

Detritus spielt eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf eines Gewässers. Während der Zersetzung werden Nährstoffe freigesetzt, die beispielsweise von Algen und Wasserpflanzen wieder aufgenommen werden können.

Gleichzeitig stellt Detritus die Nahrungsgrundlage für zahlreiche Organismen dar. Dazu gehören unter anderem Würmer, Kleinkrebse, Insektenlarven und andere Bodenorganismen. Diese wiederum werden von Fischen gefressen.

Detritus bildet deshalb häufig die Grundlage einer ganzen Nahrungskette.

Welche Bedeutung hat Detritus beim Angeln?

Für Angler sind detritusreiche Bereiche vor allem deshalb interessant, weil sich dort häufig besonders viele Fisch-Nährtiere aufhalten.

Friedfische wie beispielsweise Brassen, Rotaugen, Schleien und Karpfen durchsuchen weiche oder schlammige Gewässerböden regelmäßig nach Würmern, Larven, Schnecken und anderen Kleintieren. Dabei können sie auch Detritus aufnehmen, entscheidend ist jedoch häufig die große Menge an Nahrung, die innerhalb und auf solchen Ablagerungen lebt.

Detritusreiche Stellen können deshalb insbesondere beim Friedfischangeln interessante Futterplätze darstellen.

Allerdings bedeutet viel Detritus nicht automatisch, dass dort viele Fische stehen. Bei einer starken Ansammlung organischen Materials kann dessen Zersetzung große Mengen Sauerstoff verbrauchen. Besonders bei hohen Wassertemperaturen oder schlechter Sauerstoffversorgung können solche Bereiche für Fische dadurch weniger attraktiv werden.

Detritus erkennen

Detritus zeigt sich am Gewässergrund häufig als weiche, dunkle oder schlammartige Ablagerung. Beim Grundangeln kann ein stark detritushaltiger Boden beispielsweise daran erkennbar sein, dass das Blei oder der Futterkorb tief in einen weichen Untergrund einsinkt oder Pflanzenreste und dunkler Schlamm am Vorfach beziehungsweise am Haken hängen bleiben.

Kurz erklärt

Detritus ist abgestorbenes und teilweise zersetztes organisches Material im Gewässer. Er dient zahlreichen Kleinstlebewesen als Nahrung und Lebensraum und spielt dadurch auch für die Nahrungssuche vieler Friedfische eine wichtige Rolle.